[zur Startseite]
[zurück]

  Stand: 04.04.2004
 - Deutsche Fechtbücher
   - Bibliographie
   - Transkriptionen
 - Fechtbücher im WWW
[ZURÜCK] - [START] - Der Verein - Foren - Fechtbücher - Literatur - Kontakte

Fechtbücher

Bild aus Talhoffers Buch von 1459 Unter dem Begriff Fechtbücher werden verschiedene Formen von Handschriften und Drucken zusammengefasst, die sich alle mit Kampf mit Blankwaffen beschäftigen. Einige dieser Werke waren nur als Gedächtnisstütze für den Fechtmeister gedacht während andere den ausgebildeten Schülern dieser Meister als Erinnerung an das Erlernte dienten und wieder andere ein Selbststudium des Fechtens ermöglichen oder zumindest den Untericht eines Meisters ergänzend begleiten sollten.

Titelbild des sog. Engenolphschen Fechtbuchs
Die ersten bekannte Fechtbücher treten in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts auf. Als erster deutscher Vertreter dieser Gattung gilt das reichlich illustrierte sog. Towerfechtbuch, MS. I.33, das auf das ausgehende 13. Jhd. datiert wird. In ihm ist in lateinischer Sprache der Kampf mit Schwert und Faustschild beschrieben.
In größerer Zahl treten Fechtbücher jedoch erst ab dem Ende des 14. Jahrhunderts auf. Ab dieser Zeit entstanden mehrere Werke, die zunächst nur die Lehre des Fechtmeisters Johann Liechtenauers tradieren und erläutern. Nur wenige Werke beschreiben eine von Liechtenauers Lehre unbeeinflusste Fechtweise. In späteren Werken wurde die Beschreibung der Fechtweise häufig durch eine Ringkampflehre, in der Regel die des Juden Ott, ergänzt.


Bis zur Mitte des 15. Jahrhunderts handelt es sich bei diesen Büchern um reine Texthandschriften, d.h. sie sind nicht illustriert. Ab der Mitte des 15. Jahrhunderts treten Bildhandschriften wie die von Hans Talhoffer in den Vordergrund, bei denen die Illustrationen die entscheidenden Informationsträger sind, während dem Text nur noch eine bestenfalls ergänzende Funktion zufällt. Mit dem Aufkommen gedruckter Fechtbücher tritt die geschrieben Beschreibung wieder in den Mittelpunkt und die Grafiken, soweit vorhanden, dienen zur Veranschaulichung des Geschriebenen.

Neben der Bibliographie Deutscher Fechtbücher bis 1700 und Transkriptionen von Teilen einiger dieser Fechtbücher finden sie unter Fechtbücher im WWW eine Verlinkung zu allen im World Wide Web verfügbaren Fechtbüchern samt Kurzbeschreibung, wobei auch nicht-deutschsprachige Werke berücksichtigt werden. Diese Liste ist beiweitem nicht vollständig - wenn Sie eine entsprechenden Kurzrezension eines noch nicht behandelten Werkes (oder Ihre Meinung zu einem bereits behandelten Buch) schreiben wollen - wir veröffentlichen sie an dieser Stelle gerne.

Bei Fragen und Anregungen zu dieser Seite wenden Sie sich bitte an webmaster@freifechter.org

Impressum

© 2000 / 2002 by
Die Freifechter
Gesellschaft für Historische Fechtkunst e.V.