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  Stand: 02.07.2007
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Die Waffen der Freifechter

Zur Zeit bilden folgende Waffengattungen das Programm der Freifechter:

Das Lange Schwert - Das Rapier - "Ringen" - Der Dolch - Der Militärsäbel

Das Lange Schwert



Das Rapier

In der Mitte des 16. Jahrhunderts erscheint eine neue Blankwaffe in Europa: Das Rapier. Diese Variante des Schwertes war Waffe und Repräsentationsgegenstand zugleich, denn das Schwert wurde in dieser Zeit Teil der Garderobe eines vornehmen Mannes. Es signalisierte die Bereitschaft und das Privileg, die eigene Ehre mit dem Schwert zu verteidigen. Edelleute, wohlhabende Bürger und alle, die Anspruch auf gesellschaftlichen Rang erheben wollten, unterstrichen dies durch das Tragen eines Rapiers. Auch die Deutung des Wortes Rapier = spanisch "Espada Ropera", "zur Garderobe gehörendes Schwert", weist in diese Richtung.

Aus dieser sozialen Funktion ergibt sich auch die waffentechnische, denn das Rapier war vorwiegend als Duell- bzw. Selbstverteidigungswaffe und nicht für den militärischen Einsatz gedacht.

Das Gewicht eines Rapiers liegt meist zwischen 1100 und 1400 Gramm bei ca. 120 cm Gesamtlänge. Die mit einer Fehlschärfe versehene Klinge hat häufig einen rhombischen Querschnitt und verjüngt sich zu einem spitzen Ort. Die Klingenbreite an der Stärke beträgt meist zwischen 2,5, und 3 cm. Abweichungen von dien Werten sind üblich, da es noch keine im modernen Sinne normierte Fertigung gab1.

Zur Selbstverteidigung eignete sich das Rapier sehr gut: Die Hand des Fechters war durch im Laufe der Zeit immer komplexer werdende Gefäße aus Metallspangen so gut geschützt, dass der Zivilist auf den Panzerhandschuh des Soldaten verzichten konnte. Der über die Fehlschärfe gelegte Zeigefinger erlaubte exaktere Stiche, die gegen ungepanzerte Gegner sehr wirkungsvoll eingesetzt wurden. Darüber hinaus eigneten sich viele Rapierklingen aber auch weiterhin durchaus für den Hieb.

Dies zeigt etwa ein im Jahre 1570 von dem Straßburger Fechtmeister Joachim Meyer veröffentlichte Fechtbuch, in dem das Fechten mit dem, so Meyer, " von fremden Völkern übernommenen Rapier" ausführlich neben anderen, traditionelleren Waffen wie dem langen Schwert und dem Dussack besprochen wird.

Während der Ursprung des Rapiers in Spanien bzw. Italien zu suchen ist, begründetet Meyer, der das Rapierfechten nach eigenem Bekunden im Ausland lernte, mit seinem Buch gewissermaßen die Schule des Deutschen Rapiers, das auf Hieb und Stich gefochten wurde. Der anderweitig weit verbreiteten Variante Rapier und Dolch widmet Meyer nur wenige Seiten, er hat also das Rapier allein als vollwertige Waffe für Verteidigung und Angriff angesehen.

Ab der Mitte des 17.Jahrhunderts werden Rapierklingen zunehmend schmaler und auf den Stich berechet. Damit einher gehen die /content/vereinfachung der Gefäßes und die Kürzung der Klinge. Die Entwicklung des Rapiers zum Hofdegen, einer leichten und schnellen Duellwaffe, zeichnet sich ab.

Quellen
Der von uns vermittelte und praktizierte Fechtstil mit dem Rapier stammt aus Joachim Meyers Gründtliche Beschreibung der [...] Kunst des Fechtens [...] von 1570.Darüberhinaus beschäftigen wir uns mit weiteren deutschen, italienischen und englischsprachigen Quellen zu dieser Waffe.

Die Waffe der Freifechter
Das Rapier besteht aus einer 100 cm langen stumpfen, rel. flexiblen Klinge und einem Spangengefäss.
Die komplette Waffe wiegt ca. 1250 Gramm und läßt sich dank entsprechender Schutzkleidung frei auf Hieb und Stich fechten.
Gesamtlänge: 125,0 cm; Klingenlänge: 100,0 cm; Klingenbreite: ;

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Das "Ringen"



Der Dolch



Der Säbel

Der Säbel ist diejenige Blankwaffe, die - abgesehen vom Bajonett - zuletzt von den Schlachtfeldern der Welt verschwand. Unter den letzten Soldaten, die mit dieser Waffe ausgerüstet in's Gefecht gingen, waren die polnischen Kavalleristen im zweiten Weltkrieg.

Die mitteleuropäischen Armeen übernahmen den Säbel im 18. Jahrhundert aus Ungarn, Polen und Russland, die diese Waffe ihrerseits von den Türken erhalten hatten. Der Säbel wurde zunächst bevorzugt von berittenen ungepanzerten Einheiten wie etwa den Husaren geführt, allerdings findet er sich im 19. Jahrhundert auch häufig als Seitenwaffe von Infanterie und Artillerie. Noch heute gehört der Säbel zu den Ausgehuniformen vieler Armeen.

Als Säbel bezeichnet man eine einschneidige Hiebwaffe mit gekrümmter Klinge. Das Gefäß europäischer Militärsäbel besteht meist aus einem Korb aus Stahlblech oder einzeln Spangen plus Faustbügel. Aufgrund der gekrümmten Klinge ist die Waffe eher auf den schneidenden Hieb als auf den Stich berechnet und die Fechtweise ist entsprechend hieborientiert. Aus dem 18. und 19. Jahrhundert gibt es zahlreiche Fechtreglements für das Fechten mit dem Säbel zu Pferd und zu Fuß.

Eine Waffe mit dem beschrieben Gefäß und einschneidiger gerader Klinge wird als Pallasch bezeichnet. Die gerade Klinge hat im Gegensatz zum Säbel eine eher zerschmetternde, (rüstungsbrechende) als schneidende Wirkung, so dass diese Waffe im militärischen Bereich häufig von gepanzerter schwerer Kavallerie wie den Kürassieren geführt wurde. Der einschneidige Pallasch, der sich aus dem noch zweischneidigen Haudegen des 17. Jahrhunderts herleitet, ist daher gewissermaßen die letzte Variante des panzerbrechenden, mittelalterlichen Schwertes.

Obwohl sich die Klingenform und Herkunft von Säbel und Pallasch unterscheiden und diesen Waffen zumindest anfänglich durchaus unterschiedliches Einsatzgebiete zugedacht war, sind beide einhändig geführte, ausgesprochene Hiebwaffen, wobei sich der Pallasch auch zum gelegentlichen Stich eignet. Im Allgemeinen kann man daher sagen, dass sich zur Handhabung beider Waffen ein und dieselbe Fechttechnik eignet. Dies gilt im Übrigen auch für die zivile Form des Pallaschs, das sogenannte Korbschwert oder Backsword, d.h. das einschneidige Hiebschwert des 17. und 18. Jahrhunderts.

Daneben fand der Säbel bzw. Pallasch auch als Duellwaffe Verwendung, allerdings setzten sich ab dem späten 19. Jahrhundert schrittweise leichtere bis sehr leichte Versionen dieser Waffe durch, und zwar sogenannte Barbasetti- und Radellisäbel, (Klingenbreite an der Stärke unter 1 cm); der Übergang von der Waffe zum Sportgerät, wie wir es im heutigen Sportsäbel erblicken, zeichnete sich ab.

Die Gesamtlänge bei Säbeln und Pallaschen des 18. und 19. Jahrhunderts beträgt ca.100 cm, die Klingebreite liegt zwischen 2,5 und 4 cm. Bei diesen Angaben handelt es sich um Durchschnittswerte.

Quellen
Theoretische Grundlage des Säbelfechtens ist Captain Alfred Huttons Werk "Cold Steel, A Practical Treatise on the Sabre" aus dem Jahr 1889.

Die Waffe der Freifechter
Der Säbel der Freifechter wiegt ca. 750 Gramm, ist somit relativ leicht aber durchaus im Bereich historischer Waffen (550 - 1200 Gramm). Er besteht aus einer stumpfen Klinge eines Mensursäbels und dem Gefäß des englischen Standardinfanterieoffizierssäbels Mod. 1897. Dank entsprechender Schutzkleidung kann mit dieser Waffe frei auf Hieb und Stich gefochten werden.
Gesamtlänge: 105,0 cm, Klingenlänge: 85,0 cm, Pfeilhöhe: 4,1 cm, Gewicht: 750 Gramm
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